Opus Fotopreis 2011

Der Wettbewerb ist vorbei, die Preisträger sind gefunden, jetzt kommt die Ausstellung: Ab dem 12. Mai sind die Preisträger beim erstmalig vergebenen OPUS Fotopreis 2011 in der Galerie der HBK Saar zu Gast. 160 Einsendungen hatte die Jury um OPUS-Chefredakteur Klaas Huizing und den HBK-Professoren Rolf Sachsse und Matthias Winzen gesichtet. Wenn auch der für Fotografie ausgelobte Preis eine Lücke im Angebot der Region schließt, erinnert Klaus Bauer, Geschäftsführer des energis GmbH: Fotografie ist ein Bereich, der gerade im Saarland von Sponsoren nicht allzu stark beachtet wird. Daher engagiert sich energis und sorgt für die Preisgelder in einer Höhe von insgesamt 7.000 Euro. Zudem ist die Fotografie im OPUS Kulturmagazin ein wesentliches Gestaltungselement, so OPUS-Herausgeber Kurt Bohr.

Der OPUS Fotopreis will daher alle zwei Jahre die Region und die internationale, vor allem junge Fotografie zusammenbringen. Den Wettbewerb entschied der 37-jährige Heidelberger Tobias Heuser mit seiner Serie von eingehüllten Autos in amerikanischen Vorstädten für sich und erhielt dafür den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis. Was aussieht, wie eigens vom Fotografen als surreales Szenario hergerichtet, entpuppt sich als von ihren Eigentümern sorgsam zum Schutz vor nächtlicher Kühle über ihre Fahrzeuge gebreiteten Hüllen. Die Ausschreibung sah vor eine bis zu fünfteilige Serie von Fotografien einzureichen. Dieser Vorgabe folgte die 24-jährige Claudia Hettwer auf ihre Art und nahm unter dem Titel Was nicht passt, wird passend gemacht den fatalen Hang zur plastischen Chirurgie und der damit verbundenen Vermarktung der Körperteile: Die Frage, ob die Hose zum Po passt stellt sich weniger. Vielmehr, ob der Po zur Hose passt. Mit dem nötigen Kleingeld ist alles möglich, beschreibt sie das Motiv für ihre Serie. Kein Kleingeld sind jedoch die 1500 Euro, die sie für den zweiten Preis mit nach Dortmund nehmen kann. 500 Euro und der dritte Preis gingen an den 37-jährigen Österreicher Marko Lipus für sein eigenwilliges mit Kratzspuren bearbeitetes Triptychon, das sich dem Thema Hunger in der Welt widmet. Auch dafür steht der OPUS Fotopreis, betont Jurymitglied Prof. Rolf Sachsse: Hier hat auch eine ästhetische Position abseits des gängigen Mainstreams eine Chance.

Organisé par Verlag Saarkultur gGmbH en collaboration avec le CCRN.